Folsäure forte Hevert

Vitaminpräparat bei Folsäure-Mangelzuständen

Zur Therapie von Folsäuremangelzuständen bei Dialysepatienten, wenn eine orale Gabe nicht möglich ist und wenn mit der Standarddosierung keine ausreichende Wirkung zu erzielen ist.

Folsäure gehört zu der Gruppe der B-Vitamine und ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, besonders am Eiweißstoffwechsel und dem Stoffwechsel der DNA (Erbsubstanzen).

Die Deckung des Folsäurebedarfs ist deshalb schwierig, weil es hauptsächlich in Gemüse enthalten ist. Viele essen zu wenig Gemüse. Zudem wird ein erheblicher Anteil der Folsäure durch Hitze- und Licht bei der Zubereitung der Nahrung zerstört.

Folsäuremangel kann ausgelöst sein durch eine:

  • regelmäßige Dialysebehandlung
  • medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen
  • Einnahme von bestimmten Arzneimitteln, z.B. die „Pille"
  • gemüsearme Ernährung, z. B. bei erhöhtem Alkoholkonsum
  • chronische Durchfallerkrankung
  • Überfunktion der Schilddrüse

Zu den Risiken: Es besteht ein Zusammenhang von Folsäuremangel mit:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Hörstörungen
  • einer Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit

Ein Mangel an Folsäure kann sich bemerkbar machen durch:

  • Anstieg des Homocysteins im Blut
  • Schleimhautveränderungen im Bereich der Mundhöhle
  • Magen-Darm-Störungen mit Durchfall
  • Veränderung der roten Blutkörperchen (makrozytäre Anämie)

Wichtig: In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten keine Dosierungen angewendet werden, die über 5 mg Folsäure pro Tag liegen.

Weitere Informationen

Wie hilft Ihnen Folsäure forte Hevert

Mit Folsäure forte Hevert kann ein Folsäuremangel schnell und wirksam behoben werden. Folsäure gehört zu der Gruppe der B-Vitamine und ist als Cofaktor an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, besonders am Eiweiß- und Nukleinsäurestoffwechsel. Folsäure befindet sich in stoffwechselaktiven Geweben des Körpers wie Leber, Knochenmark, Nerven, aber auch in den Muskeln. Folsäure ist als Faktor des Vitamin B-Komplexes in Spinatblättern, Pilzen, Hefe, Eiern und Leber enthalten. Da diese Nahrungsmittel in der Kost vieler Bevölkerungsgruppen fehlen, ist ein ernährungsbedingter Folsäuremangel keine Seltenheit. Die Folatbedarfsdeckung ist deshalb schwierig, weil ein erheblicher Anteil der Nahrungsfolate beim Kochen durch Hitze- und Sauerstoffeinfluss zerstört bzw. aufgrund der Wasserlöslichkeit ins Wasch- bzw. Kochwasser übergeht und verworfen wird. Im Einzelfall können die Folatverluste durch die küchentechnische Zubereitung bis zu 100 % betragen. Mangelnde Zufuhr von Folsäure führt zu Folsäuremangelsymptomen bedingt durch einseitige Ernährung, z. B. bei erhöhtem Alkoholkonsum, bzw. ungenügender Resorption wegen zu schneller Magen-Darm-Passage (Durchfallerkrankungen), bzw. nach Resektion des oberen Dünndarms oder vermehrtem Verbrauch, z. B. bei der Dialyse, bei Überfunktion der Schilddrüse, während der Schwangerschaft, oder verminderte Verwertung durch Lebererkrankungen und antagonistische Wirkung von Arzneimitteln, z. B. verschiedene Antibiotika, Ovulationshemmer („Pille“), Zytostatika und Antiepileptika. In der Schwangerschaft werden große Folatmengen für die Folatversorgung des Embryo, für die Bildung plazentaren Gewebes sowie den Ersatz der erhöhten renalen (die Nieren betreffend) Folatverluste gebraucht. Der Folatbedarf der Schwangeren ist daher im Vergleich zur normalen weiblichen Bevölkerung verdoppelt. Auch der Folatbedarf stillender Mütter ist im Wesentlichen durch die Folsäureabgabe in die Milch erhöht. Folsäuremangelsymptome äußern sich in neurologischen (nervlichen) und psychiatrischen Störungen (hirnorganisches Syndrom, Störung der Pyramidenbahnen, Neuropathien) mit allgemeiner Schwäche, Schlaflosigkeit, Vergesslichkeit, Parästhesien und „Kribbeln“ sowie in blasser Gesichtsfarbe, schmerzhafter, geschwollener und glänzender Zunge. Weitere Symptome des Folsäuremangels sind Schleimhautveränderungen im Bereich der Mundhöhle und gastrointestinale Störungen, die zu Durchfall führen. Folsäure muss deshalb in ausreichend hohen Dosen dem Organismus zugeführt werden. Fortgeschrittener Folsäuremangel äußert sich immer durch Veränderung des roten Blutbildes (makrozytäre Anämie). Die Störungen sind besonders ausgeprägt bei gleichzeitigem Zusammentreffen von Folsäure- und Vitamin B12-Mangel. In diesem Fall wird die Injektionsbehandlung mit Vitamin B12-Hevert plus Folsäure Hevert empfohlen.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Individuell 1- bis 3-mal wöchentlich eine halbe bis 1 Ampulle intramuskulär oder intravenös injizieren. Bei Verwendung nur eines Teils des Ampulleninhalts ist der restliche Ampulleninhalt zu verwerfen.

Zusammensetzung

  • 1 Ampulle zu 2 ml enthält:
  • Folsäure 20 mg
Sonstige Bestandteile:

Natriumchlorid, Natriumhydroxidlösung, Wasser für Injektionszwecke.

Anwendungsgebiete

Therapie von Folsäuremangelzuständen bei Dialysepatienten, wenn eine orale Folsäuresubstitution nicht möglich ist und wenn mit der Standarddosierung keine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen ist.

Gegenanzeigen

Folsäure darf nicht angewendet werden bei Megaloblastenanämie infolge isolierten Vitamin B12-Mangels. Bei Megaloblastenanämie unbekannter Ursache sollte vor Behandlungsbeginn geprüft werden, ob ein Folsäuremangel vorliegt.

Nebenwirkungen

In seltenen Einzelfällen können allergische Reaktionen mit Juckreiz, Hautausschlag, Atembeschwerden und Schock auftreten. Nach hohen Dosen kann die Krampfbereitschaft unter zusätzlicher Therapie mit Antiepileptika zunehmen. Weiterhin wurden in seltenen Fällen nach hohen Dosen Störungen im Magen- Darm-Trakt, Alpträume, Erregungen und Depressionen beobachtet.

Downloads

Gebrauchsinformation Folsäure forte Hevert.pdf [PDF 102,88 KB]
Minibroschüre Folsäure forte-Hevert.pdf [PDF 587,81 KB]
Packungsgrößen / PZN
10 Ampullen
04907004
100 Ampullen
04907027

Folsäure forte Hevert Anwendungsgebiete: Therapie von Folsäuremangelzuständen bei Dialysepatienten, wenn eine orale Folsäuresubstitution nicht möglich ist und wenn mit der Standarddosierung keine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen ist. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.