Vitamin B12 plus Folsäure Hevert

Zur Therapie und Prophylaxe von Folsäure- und Vitamin B12-Mangel

Zur Vorbeugung und Behandlung von Mangelzuständen an Folsäure und / oder Vitamin B12.

Wozu brauchen wir Folsäure?

Folsäure gehört zu der Gruppe der B-Vitamine und ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, besonders am Eiweißstoffwechsel und dem Stoffwechsel der DNA (Erbsubstanzen).

Die Deckung des Folsäurebedarfs ist deshalb schwierig, weil es hauptsächlich in Gemüse enthalten ist. Viele essen zu wenig Gemüse. Zudem wird ein erheblicher Anteil der Folsäure durch Hitze- und Licht bei der Zubereitung der Nahrung zerstört.

Folsäuremangel kann ausgelöst sein durch eine:

  • regelmäßige Dialysebehandlung
  • medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen
  • Einnahme von bestimmten Arzneimitteln, z.B. die „Pille"
  • gemüsearme Ernährung, z. B. bei erhöhtem Alkoholkonsum
  • chronische Durchfallerkrankung
  • Überfunktion der Schilddrüse

Zu den Risiken: Es besteht ein Zusammenhang von Folsäuremangel mit:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Hörstörungen
  • einer Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit

Ein Mangel an Folsäure kann sich bemerkbar machen durch:

  • Anstieg des Homocysteins im Blut
  • Schleimhautveränderungen im Bereich der Mundhöhle
  • Magen-Darm-Störungen mit Durchfall
  • Veränderung der roten Blutkörperchen (makrozytäre Anämie)

Wichtig: In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten keine Dosierungen angewendet werden, die über 5 mg Folsäure pro Tag liegen.

Wozu brauchen wir Vitamin B12 ?

  • für die Bildung der roten Blutkörperchen
  • für die Bildung der weißen Blutkörperchen
  • für die Bildung der Blutplättchen
  • für den Abbau der schädlichen Aminosäure Homocystein (zusammen mit Vitamin B6 und Folsäure)

Bei älteren Personen und Veganern oft Defizite an Vitamin B12

Vitamin B12 Defizite entwickeln sich mit zunehmenden Jahren, wenn sich die Magenschleimhaut zurückbildet (atrophische Gastritis). Dadurch wird ein Hilfsstoff für die Aufnahme des Vitamin B12 zu wenig gebildet. Eine deutlich erhöhte Zufuhr ist nötig, um dieses Defizit auszugleichen. Eine besondere Ernährungsform, die veganische, bei der nicht nur auf Fleisch, sondern auf alle tierischen und damit Vitamin B12haltigen Lebensmittel wie Eier, Käse oder Joghurt verzichtet wird, führt zu einem Vitamin B12 Mangel, wenn dieses Vitamin nicht ergänzt wird.

Ein Mangel an Vitamin B12 kann sich bemerkbar machen durch:

-allgemeine Symptome wie

  • Ermüdbarkeit
  • Schwindel

-spezifische Symptome wie

  • blasse Haut
  • Zungenbrennen

Weitere Informationen

Pharmakologie

Da Folsäure hitzeempfindlich ist, wird sie bei falscher Zubereitung der Nahrung häufig zerstört, somit wird dem Organismus zuwenig Folsäure zugeführt. Aber auch erhöhte Alkoholzufuhr führt zu Folsäuremangelerscheinungen. Die Therapie mit einigen allopathischen Antikrampfmitteln und mit Hormonen wie Ovulationshemmern kann ebenfalls zu einem Folsäuremangel führen. Durch Erkrankungen des Dünndarms, nach Magenoperationen und bei chronischen Durchfallerkrankungen wird Folsäure nur ungenügend resorbiert und der Organismus mit Folsäure unterversorgt (Malabsorptionssyndrom). In der Gravidität und besonders bei Hyperthyreose ist ein gesteigerter Bedarf an Folsäure zu beobachten. Da Folsäure ein Co-Enzym im Nukleinsäurestoffwechsel ist, sind die blutbildenden Zellen bei Folsäuremangel zuerst betroffen. Es kommt zu einer hyperchromen makrozytären Anämie. Aber auch die Antikörperbildung ist mit betroffen. Das Folsäure- Mangelsyndrom äußert sich meist in neurologischen und psychiatrischen Störungen (hirnorganisches Syndrom, Störung der Pyramidenbahnen, Neuropathien) mit allgemeiner Schwäche, Parästhesien und „Kribbeln“, sowie in blasser Gesichtsfarbe, schmerzhafter, geschwollener und glänzender Zunge. Weitere Symptome des Folsäuremangels sind Schleimhautveränderungen im Bereich der Mundhöhle und gastrointestinale Störungen, die zu Durchfall führen. Bei chronischen Lebererkrankungen ist häufig ein Vitamin B12- und Folsäuremangel feststellbar, wodurch eine Anämie, z. B. bei Leberzirrhose, zu erklären ist. Die hochdosierte Therapie mit Vitamin B12 Hevert plus Folsäure-Hevert ist bei Lebererkrankungen mit begleitender Megaloblastenanämie, vor allem wenn sie durch Alkoholmissbrauch hervorgerufen wird, das Mittel der Wahl. Die Begleiterscheinungen der perniciösen Anämie mit Vitamin B12-Mangel sind neurologische Erkrankungen, die mit Lähmungen einhergehen können (funikuläre Myelose). Der Nukleinsäurestoffwechsel, der die Grundlage des Eiweißaufbaues besonders in der Leber darstellt, benötigt Vitamin B12. Durch Vitamin B12 plus Folsäure Hevert Injektionslösung werden die hämatologischen und neurologischen Symptome rasch und nachhaltig behoben. Bei der Behandlung akuter und chronischer Lebererkrankungen sowie makrozytärer Anämie, z. B. Megaloblastenanämie, bei Schwangeren, Kindern und Alkoholikern und bei der Dialysebehandlung bietet die gleichzeitige Gabe von Vitamin B12 plus Folsäure Hevert einen besseren Therapieerfolg.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Die folgenden Angaben gelten, soweit Vitamin B12 plus Folsäure Hevert nicht anders verordnet wurde. Wie viel von Vitamin B12 plus Folsäure Hevert und wie oft sollte Vitamin B12 plus Folsäure Hevert angewendet werden? Zur Initialbehandlung 2-mal wöchentlich je 20 mg Folsäure und 1500 μg Vitamin B12 intramuskulär oder intravenös injizieren. Nach Auffüllung der Gewebespeicher ist bei intestinalen Resorpti- onsstörungen eine intramuskuläre Verabreichung von 20 mg Folsäure und 1500 μg Vitamin B12 in Abständen von 4 Wochen vorzunehmen. Zwischen den Injektionen ist täglich Folsäure oral zuzuführen.

Zusammensetzung

  • 1 Ampulle "Vitamin B12 Hevert" zu 2 ml enthält:
  • Cyanocobalamin
  • (Vitamin B12-Cyanokomplex) 3000 µg (3 mg)
  • 1 Ampulle "Folsäure Hevert" zu 2 ml enthält:
  • Folsäure 20 mg
Sonstige Bestandteile:

Vitamin B12 Hevert: Ammoniumsulfat, Natriumchlorid, Salzsäurelösung, Wasser für Injektionszwecke.
Folsäure Hevert: Natriumchlorid, Natriumhydroxidlösung, Wasser für Injektionszwecke.

Anwendungsgebiete

Zur Therapie und Prophylaxe von isolierten und kombinierten Folsäure- und Vitamin B12-Mangelzuständen, die sich klinisch in megaloblastären Anämien und/oder neurologischen bzw. psychiatrischen Störungen äußern können.

Gegenanzeigen

Wann darf Vitamin B12 plus Folsäure Hevert nicht angewendet werden? Vitamin B12 plus Folsäure Hevert darf nicht angewendet werden bei einer Megaloblasten-Anämie infolge eines isolierten Vitamin B12- Mangels (z. B. infolge Mangels an Intrinsic-Faktor) bzw. bei isoliertem Folsäure-Mangel. Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Unverträglichkeit gegenüber einem der Bestandteile.

Nebenwirkungen

Vitamin B12: In Einzelfällen wurde über Akne, ekzematöse oder urtikarielle Arznei- mittelreaktionen sowie über anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen berichtet.
Folsäure: Bei hohen Dosen selten gastrointestinale Störungen, Schlafstörungen, Erregung, Depression. Bei Epileptikern ist nach Folsäure-Substitution eine Steigerung der Frequenz und Schwere der Anfälle beobachtet worden.

Downloads

Gebrauchsinformation Vitamin B12 plus Folsäure Hevert.pdf [PDF 92,44 KB]
Gesundheitsratgeber Vitamin-B-Mangel [PDF 589,06 KB]
Minibroschüre Vitamin B12 plus Folsäure.pdf [PDF 622,64 KB]
Packungsgrößen / PZN
10 Ampullenpaare
00296093
100 Ampullenpaare
04674439
20 Ampullenpaare
02840425
5 Ampullenpaare
01893951

Vitamin B12 plus Folsäure Hevert Anwendungsgebiete: Zur Therapie und Prophylaxe von isolierten und kombinierten Folsäure- und Vitamin B12-Mangelzuständen, die sich klinisch in megaloblastären Anämien und/oder neurologischen bzw. psychatrischen Störungen äußern können. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.