Homöopathie

In der öffentlichen Diskussion um die Homöopathie tauchen von verschiedenen Seiten immer wieder „Argumente“ gegen die Homöopathie auf, die sachlich nicht richtig sind. Wir haben im Folgenden für Sie unsere Argumente zusammengestellt, die solche „Kritik“ entkräften und den jeweiligen Sachverhalt richtig stellen.

Homöopathie hat angeblich keine Nebenwirkungen und was keine Nebenwirkungen hat, kann auch nicht wirken.

Homöopathika können durchaus Nebenwirkungen hervorrufen (z.B. allergische Reaktion), was daher auch genauso in den entsprechenden Packungsbeilagen nachzulesen ist. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen ist aber im Vergleich zu konventionellen Arzneimitteln erfreulicherweise sehr gering.

In der Homöopathie werden oftmals sehr kleine Dosen von Wirkstoffen verabreicht. Schon Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, wollte durch möglichst geringe Dosen die Nebenwirkungen seiner Arzneimittel minimieren.

Gezielte „Arzneireize“ sollen den Körper anregen, sich gegen die Krankheit selbst zur Wehr zu setzen. Tendenziell sind homöopathische Arzneimittel deshalb nebenwirkungsarm, aber nicht völlig nebenwirkungsfrei.

Da viele homöopathische Arzneimittel auch aus unverdünnten Extrakten bzw. aus nur schwach verdünnten Potenzen bestehen, können zum Beispiel allergische Reaktionen auf einzelne Bestandteile (wie etwa auf bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe) vorkommen. Dementsprechende Warnhinweise sind deshalb wie bei jedem anderen Arzneimittel auch in der Packungsbeilage vermerkt.

Homöopathische Arzneimittel haben keine „Indikation“ – sie können gar nicht für oder gegen etwas eingesetzt werden.

Falsch - zumindest aber nicht ganz richtig! Homöopathische Arzneimittel können in Deutschland von der Bundesoberbehörde entweder „registriert“ oder „zugelassen“ werden.

Registrierte homöopathische Arzneimittel haben in der Tat keine Angaben zur Indikation. Der Arzt oder Heilpraktiker muss selbst wissen, wofür ein registriertes Arzneimittel eingesetzt wird.

Bei zugelassenen Arzneimitteln jedoch ist die Wirkung für bzw. gegen eine bestimmte Erkrankung (die „Indikation“) behördlich bestätigt und die Präparate haben Anwendungsgebiete, die in der Packungsbeilage beschrieben werden.

Hevert hat ganz überwiegend zugelassene homöopathische Arzneimittel.

In der Homöopathie existieren keine Studien, die ihre Wirksamkeit wissenschaftlich belegen könnten.

Falsch! Es existiert mittlerweile eine Vielzahl von klinischen Studien, was aber von homöopathiekritischen Medien oft nicht zur Kenntnis genommen wird. Für bestimmte Indikationsgebiete liegen sogar Metaanalysen (Übersichtsstudien) vor.

Informationen zur Homöopathie-Forschung findet man z.B. hier:

https://www.informationen-zur-homoeopathie.de/

Homöopathie basiert nur auf dem Placeboeffekt.

Falsch: Eine ganze Reihe von doppelblind durchgeführte Studien belegen die Wirksamkeit der Homöopathie.

Die medizinische Wissenschaft geht allerdings davon aus, dass bei jeder Behandlung Placeboeffekte eine Rolle spielen. Von daher spielen diese sicher auch in der Homöopathie eine Rolle.

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Die Krankenkassen erstatten homöopathische Arzneimittel nicht, da sie nur auf dem Placeboeffekt beruhen bzw. nicht evidenzbasiert sind.

Viele gesetzliche und private Krankenkassen erstatten homöopathische Arzneimittel ebenso wie die homöopathische Behandlung, zumindest bis zu bestimmten jährlichen Höchstbeträgen.

Der Versicherte kann sich die in der Apotheke ausgelegten Kosten unter Vorlage der ärztlichen Verordnung und des Kassenbelegs über die Krankenkasse zurückerstatten lassen. Kassenrezepte werden direkt nur an bestimmte Personengruppen abgegeben (z.B. Kinder unter 12 Jahren).

Auch das Homeopathy Research Institute (HRI), das sich auf internationaler Ebene qualitativ hochwertiger Forschung in der Homöopathie widmet, hat häufigeFragen und Antworten zur Homöopathie gesammelt.
https://www.hri-research.org/de/informationsquellen/homeopathy-faqs/